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letztes update 20.07.2010
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Manchmal Manchmal brauchst du einen Engel, der dich schützt und dich führt. Gott schickt manchmal einen Engel, wenn er deine Sorgen spürt.
Hast du Kummer tief im Herzen, tut dir wahrer Zuspruch gut. Denn mit grossen Seelenschmerzen fehlt dir jeder Lebensmut.
Wähnst du dich total am Ende und denkst, du hätt´st dich verirrt, bringt ein stiller Schub die Wende, dass dein Herz nicht mehr erfriert.
Hab Vertrauen in die Kräfte, die Gott selbst als Lotsen schickt. Ihre heilsamen Geschäfte haben dich sehr schnell erquickt.
Gott ist stets an deiner Seite, auch wenn du ihn gar nicht siehst, mit behutsamem Geleite, damit neue Hoffnung spriesst.
Manchmal brauchst du einen Engel, der dich schützt und dich führt. Gott schickt manchmal einen Engel, wenn er deine Sorgen spürt.
Hermann Schulze - Berndt
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Ich liebe dich, du Seele, die da irrt im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke, ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt, der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.
Ich liebe deine armen wunden Schwingen, die ungestossen in mir möchten wohnen; ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen, ich möchte dich in allen Tiefen schonen.
Christian Morgenstern
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Trost
Wenn Trauer fest die Arme um Deine Seele schlingt, der Kummer still und leise tief in Dein Herz eindringt.
Wenn viele heisse Tränen benetzen Dein Gesicht, und Deine trüben Augen verlieren jede Sicht.
Wenn tief in Deinem Körper das Leid Dich fast zerreisst, Du langsam kannst verspüren wie alles kalt vereist.
Dann schau hinauf zum Himmel such Dir den hellsten Stern, hör wie er leise flüstert ein Engel hat Dich gern.
Der Kummer wird verfliegen die Tränen Dich befrei'n, ein Engel sanft Dich tröstet im hellen Lichterschein
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Ein kleiner Engel zerschneidet die Zeit
Hinter den Wolken, irgendwo weit, Sitzt ein kleiner Engel und zerschneidet die Zeit mit einer grossen Schere, als wenn's eine Zeitung wäre. Er schneidet in die Kreuz und die Quer ganz einfach so vor sich her, wie es ihm grad in den Sinn kommt, und wo seine Schere hinkommt.
Was bleibt von der Zeit? Was bleibt dir und mir? Was bleibt, was bleibt uns allen? Viele kleine Schnitzel Papier, die in Gottes Papierkorb fallen...
Hinter den Wolken, irgendwo weit, sitzt ein kleiner Engel und zerschneidet die Zeit mit einer grossen Schere, er zerschneidet das Glück, er zerschneidet das Leid, er zerschneidet die ganze Ewigkeit, als wenn sie aus Pappe wäre
© Siegfried von Vegesack
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Gebrochene Flügel
Oben auf des Berges Höhe sitzt mit traurigem Gesicht, ein Engel mit gebrochenen Flügeln ganz leise mit dem Winde spricht.
Den Menschen habe ich Liebe gegeben ganz sanft die um das Herz gewebt, bracht ihnen Glück und tiefen Frieden bin dann ganz still davon geschwebt.
Es sprach der Engel flüsternd leise die Tränen fliessen wie ein Fluss, denn auf der grossen weiten Reise gab ihm ein Mensch den Todeskuss.
Gebrochen wurden ihm die Flügel sein Herz das riss er einfach raus, die Liebe wollte er nicht nehmen der Engel weiss es ist nun aus.
Fällt langsam von des Berges Höhe hinunter in des Windes Arm, zerbricht auf hartem Felsenboden der von der Sonne ist noch warm.
Gesang erklingt aus weiter Ferne ein Engel der Liebe ist verlor'n, der langsam wird zum hellen Sterne weil ihm ein Mensch hat abgeschwor'n.
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Seelenreise
Diese Entfernung ist so weit doch Seelen kennen keine Zeit genausowenig auch den Raum sie treffen sich im Traum. Überwindbar ist durch Seelenkraft was Materie niemals schafft drum schwingen meine Seelenflügel sich über Täler, über Hügel um dann bei Dir dort zu verweilen und ewig mit Dir unsere Liebe zu teilen
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Universum
Und jede Nacht im Universum tanzen Seelen - Wirbelsturm Glitzerregen - sonnengleich Lichtspiele und Farbenpracht sanft und voller Leidenschaft Kristallklares Lachen dringt von entfernt als Echo in die Ewigkeit.
Und kommt die Dämmerung so sinken sie zurück zur Erde Du öffnest Deine Augen und schaust verwirrt aus welcher Richtung Du den Klang vernahmst.
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Weil du nicht da bist
Weil du nicht da bist, sitze ich und schreibe All meine Einsamkeit auf dies Papier. Ein Fliederzweig schlägt an die Fensterscheibe. Die Maiennacht ruft laut. Doch nicht nach mir. Weil du nicht bist, ist der Bäume Blühen, Der Rosen Duft vergebliches Bemühen, Der Nachtigallen Liebesmelodie Nur in Musik gesetzte Ironie. Weil du nicht da bist, flücht ich mich ins Dunkel. Aus fremden Augen starrt die Stadt mich an Mit grellem Licht und lärmendem Gefunkel, Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann. Hier unterm Dach sitz ich beim Lampenschirm; Den Herbst im Herzen, Winter im Gemüt. November singt in mir sein graues Lied. »Weil du nicht da bist« flüstert es im Zimmer. »Weil du nicht da bist« rufen Wand und Schränke, Verstaubte Noten über dem Klavier. Und wenn ich endlich nicht mehr an dich denke, Die Dinge um mich reden nur von dir. Weil du nicht da bist, blättre ich in Briefen Und weck vergilbte Träume, die schon schliefen. Mein Lachen, Liebster, ist dir nachgereist. Weil du nicht da bist, ist mein Herz verwaist.
Mascha Kaleko
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In deinen Augen In deinen Augen könnt ich versinken, wie Sie so lachen, wie Sie mir winken. Möcht dich umarmen, halten und spüren, langsam umgarnen, sanft dich verführen. Mit dir verbringen, Höhen und Tiefen, Liebe erringen, Sehnsucht vertiefen. Wünscht, mich zu trauen, Dir zu gestehen, Angst, zu verbauen, schlecht auszusehen. Dich anzusprechen, mit mir zu gehen; Nicht abzuweichen, wenn ich dich sehe. Bin doch zu schüchtern, Schritte zu wagen, Seele erleichtern Wahrheit zu sagen.
von Erich Schubert
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Weil ich dich liebe, bin ich des Nachts So wild und flüsternd zu dir gekommen, Und dass du mich nimmer vergessen kannst, Hab ich deine Seele mitgenommen. Sie ist nun bei mir und gehört mir ganz Im Guten und auch im Bösen; Von meiner wilden, brennenden Liebe Kann dich kein Engel erlösen.
Hermann Hesse
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Sei Gut zu Dir! Denk doch mal nach und vergiss die Zukunft, sonst überspringst du ständig die Zeit, vergiss schnell Deine besten Jahre! Versuch doch lieber, einfach schon heute so zu leben, wie du morgen gern sein würdest.
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Gefunden Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn. Im Schatten sah ich ein Blümchen stehn, wie Sterne leuchtend, wie Äuglein schön. Ich wollt es brechen, da sagt es fein: soll ich zum Welken gebrochen sein? Ich grub's mit allen den Würzlein aus. Zum Garten trug ich's am hübschen Haus. Und pflanzt es wieder am stillen Ort; nun zweigt es immer und blüht so fort
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Loslassen
Ich sitze auf den Klippen am Meer Ich liebe das Rauschen der Wellen so sehr Ich denke einfach ich bin ein Kahn Inmitten auf dem Ozean.
Ich treibe zeitlos so dahin Ich denke weder an Arbeit noch Gewinn Ich will nur einfach Abstand nehmen Von allen Sachen die mich lähmen.
Ich träume - vergesse Raum und Zeit Und jetzt wird alles in mir weit Ich lasse los in meinem Herzen Liebe strömt ein - vertreibt die Schmerzen
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Es ist Nacht Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir, hält's nicht aus, hält's nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein.
Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, liegt am Grund seines ewigen Du. Christian Morgenstern, 1908
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